Husten Hausmittel sind seit Generationen fester Bestandteil der Hausapotheke und helfen in vielen Fällen genauso zuverlässig wie Präparate aus der Apotheke. Ob trockener Reizhusten, der nachts den Schlaf raubt, oder produktiver Husten mit zähem Schleim in den Bronchien: Für fast jede Art von Husten gibt es ein bewährtes Hausmittel, das die Beschwerden spürbar lindern kann. Husten selbst ist dabei kein Feind, sondern ein wichtiger Schutzreflex. Der Körper nutzt ihn, um Schleim, Staub und Krankheitserreger aus den Atemwegen zu befördern. Unangenehm wird es erst, wenn der Hustenreiz nicht nachlässt, die Nacht zur Qual wird und sich der Alltag kaum noch bewältigen lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Reizhusten und produktiver Husten: Warum die Unterscheidung so wichtig ist
- Honig: Das wirksamste Hausmittel gegen Hustenreiz
- Thymian: Bewährtes Hustenkraut mit starker Wirkung
- Zwiebelsaft: Das bewährteste Hausmittel aus Großmutters Küche
- Inhalieren bei Husten: Schleim lösen und Atemwege befreien
- Spitzwegerich: Die unterschätzte Heilpflanze bei Reizhusten
- Ingwer: Wärmend und schleimlösend
- Salbei: Entzündungshemmend für Hals und Atemwege
- Warme Getränke: Viel trinken bei Husten
- Efeu-Extrakt: Pflanzliche Hilfe bei verschleimtem Husten
- Salzwasser gurgeln: Einfach und unterschätzt
- Brustwickel und Kartoffelwickel: Wärme von außen
- Husten in der Nacht lindern: Tipps für erholsamen Schlaf
- Hausmittel bei Husten in der Schwangerschaft
- Husten Hausmittel für Kinder: Was ist erlaubt?
- Wann sollte man mit Husten zum Arzt?
- Hausmittel gegen Husten richtig kombinieren
- Fazit
Die gute Nachricht: Viele wirksame Hausmittel gegen Husten stehen bereits in der Küche oder lassen sich mit wenigen Zutaten zubereiten. In diesem Beitrag werden die wirksamsten natürlichen Helfer vorgestellt, von Honig über Thymian bis hin zum selbstgemachten Zwiebelsaft. Dabei geht es auch darum, welches Hausmittel bei welcher Hustenart am besten wirkt und wann der Weg zum Arzt sinnvoll ist.
Reizhusten und produktiver Husten: Warum die Unterscheidung so wichtig ist
Bevor ein Hausmittel zum Einsatz kommt, lohnt es sich, den eigenen Husten genauer einzuordnen. Beim trockenen Reizhusten wird kein Schleim abgehustet. Stattdessen kratzt und kitzelt es im Hals, oft besonders nachts. Typische Auslöser sind eine beginnende Erkältung, trockene Heizungsluft, Allergien oder eine Reizung der Atemwege nach einem überstandenen Infekt. Hier geht es vor allem darum, den Hustenreiz zu beruhigen und die gereizte Rachenwand zu schützen.
Beim produktiven Husten hingegen befördert der Körper aktiv Schleim und Auswurf nach oben. Die Atemwege versuchen, Krankheitserreger und zähes Bronchialsekret loszuwerden. Diesen Husten sollte man nicht unterdrücken, sondern gezielt unterstützen, indem man den Schleim verflüssigt und das Abhusten erleichtert. Häufig beginnt eine Erkältung mit trockenem Reizhusten, der nach einigen Tagen in einen produktiven Husten übergeht. Auch eine akute Bronchitis verläuft oft nach diesem Muster. Die Hausmittel sollten entsprechend angepasst werden: Zu Beginn stehen beruhigende Mittel im Vordergrund, später wirken auswurffördernde Hausmittel besser.
Honig: Das wirksamste Hausmittel gegen Hustenreiz
Unter allen Husten Hausmitteln nimmt Honig eine besondere Stellung ein. Seine dickflüssige Konsistenz legt sich wie ein Schutzfilm über die gereizte Rachenwand und beruhigt so den Hustenreiz spürbar. Gleichzeitig wirkt Honig entzündungshemmend und antibakteriell, was den Heilungsprozess bei einer Erkältung unterstützt. Große Übersichtsarbeiten kommen zu dem Ergebnis, dass Honig mindestens genauso gut wirkt wie gängige Hustenstiller und das ganz ohne Nebenwirkungen.
Die Anwendung ist denkbar einfach: Ein bis zwei Teelöffel pur einnehmen oder in eine Tasse warmen Tee einrühren. Besonders vor dem Schlafengehen hilft Honig dabei, den nächtlichen Hustenreiz zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. Am besten eignet sich dunkler, naturbelassener Honig, da er deutlich mehr wertvolle Inhaltsstoffe enthält als stark verarbeitete Sorten. Auch Manuka-Honig hat besonders starke antibakterielle Eigenschaften und eignet sich hervorragend als Hausmittel bei Husten. Wichtig ist, den Honig nicht in kochend heißes Wasser zu geben, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Für Kinder ab einem Jahr ist Honig ein besonders sanftes Hausmittel. Ein halber Teelöffel vor dem Schlafen reicht bei Kleinkindern oft aus. Für Säuglinge unter zwölf Monaten ist Honig allerdings tabu, da ihr Darm noch nicht ausreichend gegen bestimmte Bakteriensporen geschützt ist.
Thymian: Bewährtes Hustenkraut mit starker Wirkung
Thymian gehört zu den wirkungsvollsten Kräutern bei Atemwegsbeschwerden und ist als Husten Hausmittel seit Jahrhunderten fest verankert. Die enthaltenen Flavonoide und ätherischen Öle, darunter Thymol und Carvacrol, wirken entzündungshemmend, entspannen die Muskulatur in den Atemwegen und helfen, festsitzenden Schleim zu lösen. Thymian hat dabei eine bemerkenswerte Doppelwirkung: Er beruhigt trockenen Reizhusten und wirkt gleichzeitig auswurffördernd bei produktivem Husten mit Schleim. Auch bei einer verschleppten Bronchitis hilft Thymian, die Atemwege zu beruhigen und das Abhusten zu erleichtern.
Für die Zubereitung eines Thymiantees zwei Teelöffel frischen oder getrockneten Thymian mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, abdecken und zehn Minuten ziehen lassen. Das Abdecken ist wichtig, damit die flüchtigen ätherischen Öle nicht mit dem Dampf entweichen. Anschließend abseihen und nach Belieben mit Honig süßen. Zwei bis drei Tassen pro Tag sind eine gute Richtlinie, um den Husten merklich zu beruhigen. In der Apotheke gibt es außerdem standardisierte Thymianpräparate als Saft oder Tropfen, die besonders bei hartnäckigem Husten eine gute Ergänzung darstellen.
Zwiebelsaft: Das bewährteste Hausmittel aus Großmutters Küche
Der selbstgemachte Zwiebelsaft ist wohl eines der bekanntesten Husten Hausmittel im deutschsprachigen Raum. Zwiebeln enthalten den Pflanzenstoff Quercetin und Schwefelverbindungen, die entzündungshemmend, auswurffördernd und leicht antimikrobiell wirken. In Kombination mit Zucker oder Honig entsteht ein süßlicher Sirup, der die Atemwege beruhigt und den Hustendrang lindert.
Die Zubereitung braucht nur etwas Geduld: Eine große Zwiebel fein würfeln und abwechselnd mit Zucker oder Honig in ein sauberes Glas schichten. Das Glas verschließen und mehrere Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, am besten über Nacht. Der Zucker beziehungsweise Honig zieht durch Osmose den Saft aus der Zwiebel, der sich am Boden sammelt. Den fertigen Sirup abseihen und mehrmals täglich einen Esslöffel davon einnehmen. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, die Wirkung dafür überzeugend. Wer den Zwiebelsaft mit Honig statt Zucker ansetzt, profitiert zusätzlich von dessen beruhigenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Im Kühlschrank hält sich der selbstgemachte Zwiebelsaft etwa zwei bis drei Tage.
Inhalieren bei Husten: Schleim lösen und Atemwege befreien
Das Inhalieren mit warmem Dampf gehört zu den wirksamsten Hausmitteln, um festsitzenden Schleim in den Atemwegen zu lösen und das Abhusten deutlich zu erleichtern. Gleichzeitig werden trockene, gereizte Schleimhäute beruhigt und die Durchblutung im Brust- und Rachenbereich gefördert. Besonders bei produktivem Husten mit zähem Auswurf ist die Inhalation eine wertvolle Ergänzung zu anderen Hausmitteln. Aber auch bei trockenem Reizhusten hilft das Inhalieren, weil der feuchte Dampf die ausgetrockneten Atemwege wieder befeuchtet.
Heißes, nicht mehr kochendes Wasser in eine große Schüssel geben, den Kopf darüber beugen und ein Handtuch über Kopf und Schüssel legen. Dann zehn bis fünfzehn Minuten langsam und tief einatmen. Wer möchte, kann einige Tropfen ätherische Öle wie Eukalyptus, Thymian oder Pfefferminze ins Wasser geben, um die Wirkung zu verstärken. Das Inhalieren sollte zwei- bis dreimal täglich wiederholt werden. Eine besonders schonende Alternative ist die Inhalation mit Kochsalzlösung: Einen gestrichenen Teelöffel Salz in einem Liter warmem Wasser auflösen und den Dampf einatmen. Diese Methode eignet sich besonders gut für Kinder und Schwangere, da keine ätherischen Öle nötig sind. Bei Kindern sollte die Dampfinhalation über einer Schüssel aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Stattdessen eignet sich ein heißes Bad oder ein dampfendes Badezimmer, das ebenso wirksam und deutlich sicherer ist.
Spitzwegerich: Die unterschätzte Heilpflanze bei Reizhusten
Spitzwegerich ist eines der am meisten unterschätzten Husten Hausmittel und verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit. Diese Heilpflanze enthält Schleimstoffe, die sich wie ein schützender Film über die gereizten Schleimhäute in Hals und Atemwegen legen. Zusätzlich wirken die enthaltenen Iridoidglykoside, allen voran Aucubin, entzündungshemmend und antibakteriell. Die Schleimstoffe des Spitzwegerichs können sogar die Hustenrezeptoren im Rachen blockieren und so den Hustenreiz direkt an der Quelle lindern.
Für einen Spitzwegerichtee zwei Teelöffel getrocknete Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Abseihen und mit Honig süßen. Auch als fertiger Pflanzensaft oder Sirup ist Spitzwegerich in der Apotheke erhältlich und eignet sich besonders gut bei trockenem, kitzelndem Reizhusten, der nicht nachlassen will.
Ingwer: Wärmend und schleimlösend
Ingwer ist ein vielseitiges Hausmittel gegen Husten, das gleich auf mehreren Ebenen wirkt. Die scharfen Inhaltsstoffe der Wurzel, vor allem Gingerole und Shogaole, hemmen Entzündungen in den Atemwegen, entspannen die Bronchialmuskulatur und helfen dabei, festsitzenden Schleim zu lösen. Ingwer wirkt sowohl bei trockenem Reizhusten als auch bei produktivem Husten mit Auswurf und ist besonders hilfreich bei Husten im Zusammenhang mit einer Erkältung oder Bronchitis.
Ein daumengroßes Stück frischen Ingwer schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit heißem Wasser aufgießen. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und mit Honig und einem Spritzer Zitrone trinken. Zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt sind eine gute Menge. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte den Ingwertee nicht auf nüchternen Magen trinken, da die Scharfstoffe die Magenschleimhaut reizen können.
Salbei: Entzündungshemmend für Hals und Atemwege
Salbei enthält ätherische Öle mit antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften und wird seit Langem als Hausmittel bei Husten und Halsschmerzen eingesetzt. Ein Salbeitee beruhigt gereizte Atemwege und kann den Hustenreiz lindern, der durch ein Kratzen im Hals ausgelöst wird. Besonders als Gurgellösung entfaltet Salbei seine Wirkung direkt dort, wo die Reizung sitzt. Für einen Salbeitee einen Teelöffel getrocknete Salbeiblätter mit heißem Wasser übergießen, abdecken und zehn Minuten ziehen lassen. Zum Gurgeln die Menge verdoppeln, den abgekühlten Aufguss einige Sekunden im Rachenraum gurgeln und dann ausspucken. Das hilft besonders, wenn der Husten mit Halsschmerzen einhergeht.
Warme Getränke: Viel trinken bei Husten
Eine der einfachsten und zugleich wirksamsten Maßnahmen bei Husten ist ausreichend trinken. Warme Getränke helfen, den Schleim in den Bronchien zu lösen, beruhigen die gereizten Atemwege und unterstützen den Körper dabei, eine Erkältung schneller zu überwinden. Heißer Tee, klare Hühnerbrühe oder einfach warmes Wasser mit Honig und Zitrone eignen sich besonders gut.
Neben dem klassischen Thymiantee bieten sich auch Kamillentee, Salbeitee und Lindenblütentee an. Lindenblüten haben eine leicht schweißtreibende Wirkung und werden traditionell bei Erkältungen mit Husten und leichtem Fieber getrunken. Grundsätzlich gilt: Wer hustet, sollte über den Tag verteilt deutlich mehr trinken als sonst, damit die Atemwege ausreichend feucht bleiben und der Schleim sich lösen kann. Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag sollten es sein. Auch warme Hühnersuppe ist ein bewährtes Hausmittel, das gleich mehrere Vorteile vereint: Die warme Flüssigkeit befeuchtet die Atemwege, der Dampf wirkt wie eine leichte Inhalation und die enthaltenen Nährstoffe unterstützen das Immunsystem.
Efeu-Extrakt: Pflanzliche Hilfe bei verschleimtem Husten
Efeu-Extrakt ist eines der am besten erforschten pflanzlichen Husten Hausmittel in Europa. Die in den Efeublättern enthaltenen Saponine, insbesondere Hederacosid C, wirken sekretolytisch und bronchialerweiternd. Das bedeutet: Der zähe Schleim in den Atemwegen wird verflüssigt und gleichzeitig werden die Bronchien geweitet, sodass der Schleim leichter abgehustet werden kann. In der Apotheke ist Efeu-Extrakt als Hustensaft oder in Tropfenform erhältlich und wird besonders bei produktivem Husten mit Auswurf, Bronchitis und verschleimten Atemwegen eingesetzt. Auch für Kinder gibt es altersgerechte Darreichungsformen, was Efeu zu einem vielseitigen Hausmittel macht.
Salzwasser gurgeln: Einfach und unterschätzt
Das Gurgeln mit Salzwasser ist ein oft unterschätztes Hausmittel gegen Husten, das den Hustenreiz direkt dort angeht, wo er häufig entsteht. Die Salzlösung zieht durch osmotische Wirkung überschüssige Flüssigkeit aus geschwollenem Gewebe im Rachenraum, lindert Entzündungen und löst festsitzenden Schleim im Hals. Gleichzeitig werden Bakterien und Reizstoffe ausgespült.
Einen halben Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auflösen, gut umrühren, einige Sekunden im Rachenraum gurgeln und ausspucken. Das lässt sich mehrmals täglich wiederholen, idealerweise morgens und abends. Bei Husten, der mit Halsschmerzen oder einer angeschwollenen Rachenschleimhaut einhergeht, kann dieses einfache Hausmittel erstaunlich schnell helfen.
Brustwickel und Kartoffelwickel: Wärme von außen
Brustwickel sind ein traditionelles Hausmittel, das Wärme und heilsame Wirkstoffe direkt an die Brust bringt. Besonders beliebt ist der Thymianwickel: Ein Baumwolltuch in starkem Thymiantee tränken, gut auswringen und angenehm warm auf die Brust legen. Darüber kommt ein trockenes Tuch und zum Warmhalten ein Wollschal oder eine Wärmflasche. Den Wickel etwa zwanzig bis dreißig Minuten einwirken lassen. Die Wärme fördert die Durchblutung, die ätherischen Öle des Thymians wirken auswurffördernd und beruhigen die Atemwege.
Auch Kartoffelwickel sind ein bewährtes Hausmittel bei Husten: Kartoffeln weich kochen, zerdrücken, in ein Tuch einschlagen und auf die Brust legen. Kartoffeln speichern die Wärme besonders lange und geben sie gleichmäßig ab, was den Schleim in der Brust lösen hilft. Wer nachts unter Husten leidet, sollte den Brustwickel abends vor dem Schlafengehen anlegen, um den Hustenreiz zu mildern.
Husten in der Nacht lindern: Tipps für erholsamen Schlaf
Husten in der Nacht ist besonders belastend, weil er den Schlaf unterbricht und die Erholung verhindert. Dabei gibt es einige einfache Maßnahmen, die den nächtlichen Hustenreiz deutlich verringern können. Eine leicht erhöhte Schlafposition sorgt dafür, dass Schleim nicht in den Rachenraum fließt und dort den Husten auslöst. Ein zusätzliches Kissen oder ein Keilkissen unter dem Oberkörper kann hier den entscheidenden Unterschied machen.
Trockene Heizungsluft ist ein häufiger Auslöser für Husten in der Nacht. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer oder ein feuchtes Handtuch auf der Heizung helfen, die Raumluft feucht zu halten und die Atemwege zu schützen. Vor dem Schlafengehen ein bis zwei Teelöffel Honig einnehmen oder ein Glas warme Milch mit Honig trinken. Die Wärme beruhigt den Hals und der Honig lindert den Hustenreiz für die ersten Stunden der Nacht. Auch eine aufgeschnittene Zwiebel auf dem Nachttisch ist ein altbekanntes Hausmittel, dessen Schwefelverbindungen den Hustenreiz beruhigen sollen. Wer zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr isst, kann außerdem verhindern, dass Sodbrennen den Hustenreiz verschlimmert.
Hausmittel bei Husten in der Schwangerschaft
In der Schwangerschaft ist die Auswahl an Medikamenten gegen Husten stark eingeschränkt, weshalb Hausmittel hier eine besonders wichtige Rolle spielen. Honig, warme Kräutertees, Salzwasser gurgeln und die Inhalation mit klarem Wasser oder Kochsalzlösung sind unbedenklich und können bedenkenlos angewendet werden. Auch Thymiantee in normalen Trinkmengen gilt als sicher. Viel trinken und ausreichend Ruhe sind zusätzlich wichtig, um den Körper bei der Genesung zu unterstützen.
Bei ätherischen Ölen ist in der Schwangerschaft allerdings Vorsicht geboten. Bestimmte Öle wie Salbeiöl, Rosmarinöl oder Pfefferminzöl in hoher Konzentration sollten gemieden oder nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden. Bewährte und unbedenkliche Husten Hausmittel in der Schwangerschaft sind Honig in warmem Tee, Zwiebelsaft, regelmäßiges Trinken und die Inhalation mit Kochsalzlösung. Im Zweifel sollte ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt geführt werden.
Husten Hausmittel für Kinder: Was ist erlaubt?
Bei Kindern sind Hausmittel gegen Husten besonders gefragt, weil viele Hustenmedikamente für die Kleinen nicht zugelassen sind. Honig ist ab dem ersten Lebensjahr das Mittel der Wahl und wirkt bei Kindern häufig besser als rezeptfreie Hustensäfte. Warme Getränke wie Kamillentee oder verdünnter Thymiantee mit Honig lassen sich gut einsetzen. Feuchte Luft im Kinderzimmer, etwa durch einen Luftbefeuchter, kann den Hustenreiz in der Nacht mildern. Auch Efeu-Extrakt als Hustensaft ist für Kinder gut geeignet und in altersgerechter Dosierung in der Apotheke erhältlich.
Wichtig ist, bei Kindern unter zwei Jahren auf ätherische Öle zu verzichten. Besonders mentholhaltige Produkte können bei Säuglingen und Kleinkindern Atemkrämpfe auslösen. Ab dem Schulalter können Kinder auch mit Salzwasser gurgeln, sofern sie das Wasser nicht herunterschlucken. Bei anhaltendem Husten, Fieber, Atemnot oder wenn das Kind nicht mehr trinken möchte, sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden.
Wann sollte man mit Husten zum Arzt?
Die meisten Fälle von Husten sind harmlos und klingen innerhalb von ein bis drei Wochen von selbst ab, besonders wenn eine Erkältung der Auslöser ist. Es gibt jedoch Symptome, bei denen ein Arzt aufgesucht werden sollte. Hält der Husten länger als drei Wochen an oder wird er zunehmend schlimmer, sollte die Ursache abgeklärt werden. Auch hohes Fieber, das länger als zwei Tage anhält, blutiger Auswurf, Atemnot, pfeifende Atemgeräusche oder starke Schmerzen in der Brust sind klare Warnsignale.
Bei einer akuten Bronchitis kann der Husten hartnäckiger sein und mehrere Wochen andauern. Typisch ist ein anhaltender Husten mit gelblich-grünlichem Auswurf, der aus der Brust zu kommen scheint. Hausmittel helfen den Heilungsverlauf zu unterstützen, ersetzen aber keine ärztliche Diagnose, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht. Auch bei chronischem Husten, der über acht Wochen anhält, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um Erkrankungen wie Asthma, COPD oder Reflux auszuschließen. Besonders bei Kindern, älteren Menschen und Schwangeren sollte die Schwelle für einen Arztbesuch niedrig liegen.
Hausmittel gegen Husten richtig kombinieren
Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn mehrere Hausmittel über den Tag verteilt kombiniert werden. Am Morgen sollte der Tag mit einem warmen Thymiantee oder Ingwertee mit Honig beginnen, um den über die Nacht angesammelten Schleim zu lösen und die Atemwege frei zu machen. Eine Inhalation am Vormittag hilft zusätzlich, zähes Bronchialsekret zu verflüssigen. Besonders bei einer Bronchitis lassen sich so Auswurf und Hustenreiz spürbar reduzieren.
Über den Tag verteilt sollten Betroffene regelmäßig warme Getränke trinken und bei Bedarf Zwiebelsaft oder Honig einnehmen. Das Gurgeln mit Salzwasser kann zwei- bis dreimal am Tag wiederholt werden und hilft besonders bei Husten, der von einem gereizten Rachenraum ausgeht. Am Abend empfiehlt sich ein Brustwickel mit Thymian, um die Brust zu wärmen und die Atemwege vor dem Schlafen zu beruhigen. Direkt vor dem Einschlafen helfen ein bis zwei Teelöffel Honig oder ein Glas warme Milch gegen den nächtlichen Hustenreiz. Ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer und eine leicht erhöhte Schlafposition runden die Behandlung ab. Wer diese Hausmittel konsequent und regelmäßig anwendet, kann den Verlauf einer Erkältung mit Husten spürbar abmildern und die Genesung beschleunigen.
Fazit
Husten Hausmittel bieten eine natürliche und in vielen Fällen erstaunlich wirksame Möglichkeit, Beschwerden zu lindern. Honig, Thymiantee, Zwiebelsaft, warme Getränke, Inhalation und Spitzwegerich gehören zu den bewährtesten Mitteln und lassen sich unkompliziert im Alltag anwenden. Entscheidend ist, den eigenen Husten richtig einzuordnen: Bei trockenem Reizhusten steht das Beruhigen der Atemwege im Vordergrund, bei produktivem Husten mit Schleim und Auswurf das Verflüssigen und Abhusten. Besonders wirksam ist die Kombination mehrerer Hausmittel über den Tag verteilt. Viel trinken, morgens und abends inhalieren, zwischendurch Zwiebelsaft oder Honig einnehmen und nachts mit erhöhtem Oberkörper schlafen: Wer diese Maßnahmen konsequent umsetzt, kann die Hustenzeit deutlich verkürzen. Hält der Husten allerdings länger als drei Wochen an, treten Symptome wie Atemnot oder blutiger Auswurf auf, sollte der Weg zum Arzt nicht aufgeschoben werden.